Trainerrückblick 2009/2010 (Saisonheft 2010/2011)

von Anja Beckmann
Die HSG-Damen II kann auf eine wechselvolle Saison 2009/2010 zurückblicken. Die Ausläufer des Verletzungspechs der Vorsaison sowie eine endlose Gremienschlacht um die Spielberechtigung von Maria Gatten bescherten mir in der Hinrunde oft Kopfzerbrechen.
Zu Beginn der Saison reaktivierte ich mich notgedrungen aus meiner Torwartrente. Ich hatte einen Heidenspaß, meine Mannschaft legte sich in der Abwehr mächtig ins Zeug und es war von Erfolg gekrönt. Doch mein lädiertes Knie bremste mich bereits im zweiten Spiel aus, so dass Kreisläuferin Kathi Meeser bis zum vierten Spieltag in die Bresche sprang.
Doch je knapper die Ressourcen waren, desto enger rückte die Mannschaft zusammen. So konnten wir Plettenberg und Lüdenscheid schlagen, obwohl wir keine Auswechselspieler für das Feld hatten und angeschlagene Spielerinnen 60 Minuten durchspielen mussten. Den ungeschlagenen Kreismeister Dielfen hatten wir bis zur unberechtigten Disqualifikation von Spielmacherin Daniela Streletz am Rande einer Niederlage. So machten wir uns bis zum 8. Spieltag noch berechtigte Hoffnung auf Platz 2. Doch zwei schwache Spiele gegen Siegen und Dielfen ließen diesen Traum platzen.
Dann folgten Anfang des Jahres zwei Highlights der Rückrunde mit spektakulären Siegen gegen die Teams von Plettenberg und Littfeld-Eichen in denen die Gegnerinnen in den letzten fünfzehn Minuten an die Wand gespielt wurden. Es folgte ein Sieg gegen Erndtebrück, in dem Spielmacherin Daniela Streletz ihr letztes Spiel für diese Saison machte und Verena Berg erstmals wieder ins Geschehen eingreifen konnte.
In der Folge musste auch noch Franzi Schreiter an die HSG I abgetreten werden und Ines Hacke hatte mit einer Verletzung zu kämpfen. Gegen das aus der Landesliga verstärkte Reserveteam aus Drolshagen lieferten wir nochmal ein packendes Match ab, das wir unglücklich mit einem Tor verloren. So war der vierte Tabellenplatz einzementiert und die zwei letzten Niederlagen fielen nicht mehr ins Gewicht.
Da der Kader der ersten Damen für die nächste Saison zu dünn besetzt ist und durch Spielerinnen der Damen II aufgefüllt wird, endet hiermit nach drei erfolgreichen Jahren die Ära der Damen II. Diese Mannschaft war eine gelungene Mischung von Spielerinnen zwischen 18 und 42 Jahren, die ihre unterschiedlichen Talente und Charaktere in den Dienst der Mannschaft stellten, so dass sich im Laufe der Zeit ein toller Teamgeist entwickelte.
Neben einigen Spielerinnen gehe somit auch ich nach 27 Jahren in die Handballrente. Ich möchte mich bei meinen Spielerinnen, unseren Zeitnehmern Alex und Mario sowie unseren treuen Fans, die bei so manchem Heimspiel der achte Mann waren, bedanken.
Ein besonderer Dank gilt aber auch im Namen der Mannschaft Motivationskünstlerin Regina Ludwig, die die ideale Ergänzung zu meinem ruhigen Naturell auf der Bank war, sowie bei Alfred, der sie von ihrem „Versprechen“ entband nicht mehr jedes Wochenende in der Halle zu verbringen.
Hier der Spielplan für die aktuelle Saison!